Espace de rédaction collective de l'Entremele

Es beginnt mit der Vorstellung von zwei Modellen mit mehr oder weniger visionärem Charakter, wie Kirche in Zukunft ausgerichtet und gestaltet sein könnte. Die Religion liefern im Übermass die religiös-spirituelle Welt im Gebet gelebt. Einiges dieser Pläne sind kurz vor dem Abschluss. In dieser Haltung verstehe ich auch diese Tagung und meinen Auftrag in ihr. Konkret bin ich gebeten worden, Modelle und Perspektiven vorzustellen, in welche Richtung es gehen könnte mit der Kirche. Und konkret mit der Kirche im Kanton Zürich. Das will ich im Folgenden gerne tun. Die römisch-katholische Kirche stellt die Basis dar, worauf die vielfältigen Teile des Gemeinschaftslebens laufen. Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten in diesem Ansatz gemeinsam je nach benötigten und eingebrachten Kompetenzen. Die Hauptamtlichkeit ist dabei allerdings nicht auf kirchliche Berufe beschränkt, sondern diese sind Mitglieder in einem Team mit unterschiedlichen Berufsgruppen und auch Ehrenamtlichen. Der Pfarrberuf muss seine geistliche Rolle in dieser Gesamtkonstruktion finden und gegenüber allen anderen darlegen.

Überlegungen


Aus grundsätzlichen Überlegungen spricht für diese Variante, dass dem Christentum in seiner jüdischen Tradition von seinen Anfängen an eine Gesellschaft gestaltende Perspektive eigen ist. Diese ist besonders deutlich in der Sozialkritik der damaligen Propheten, die das Engagement für eine gerechte Lebenswelt für alle Menschen, insbesondere für die Schwachen fordern, ebenso wird diese Vorgabe im Handeln aufgenommen. Wie sehr die Leistungen limitiert werden ist stark abhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Kirche, welche die evangelisch-reformierte Kirche und deren Mitglieder aufwenden können. Diese Chance entsteht durch die kirchlich sonst eher beklagten Tendenzen, dass die Eigenlogik der Menschen in ihrem Bemühen um eine erfolgreiche Gestaltung der Biografie zunehmend an die Stelle der Übernahme traditioneller Vorgaben von Kirche als Institution tritt. In Verbindung mit der Zunahme formaler Bildung wird dies noch beschleunigt.

Kommunikation des Evangeliums wird dann zur Aufgabe aller gläubigen Christinnen und Christen, und mit einer kleinen, aber potenziell folgenschweren Ausweitung erweitert man diesen kirchlichen Kreis auf alle Menschen, denn er formuliert: und zur Taufe sind alle eingeladen. Die so potenziell allen Menschen gestaltete Kommunikation des Evangeliums findet in den drei Varianten lehren und lernen statt einer einzigen Weisheit. Probleme mit der kirchlichen Finanzierung waren jedoch seit dem Umbau kaum je aufgetreten. Da besonders das diakonische Helfen zum Leben in der Geschichte der verfassten Kirche zurückgedrängt worden ist zugunsten von Kultus und Lehre, möchte der Autor vor allem die diakonischen Dimensionen stärken. Kirche möchte er weniger als eine auf sich selbst und ihre Vollzüge bezogene staatsanaloge Institution begreifen denn als Assistenzsystem für die Kommunikation.
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